Nun bin ich bereits 3 Monate in Südafrika. Nachdem die Monate davor mit organisatorischen und bürokratischen Hürden bestückt waren, flog ich am 30. September von Frankfurt mit einem Halt in Johannesburg nach Durban und began dort am 1. Oktober meinen einjährigen weltwärts-Freiwilligendienst in einer NGO namens Sinani, die in verschiedenen Bereichen Entwicklungsarbeit betreibt.
Veröffentlicht in Leben, Südafrika | Kommentar schreiben »
Heute erreichte mich auch die neue Ausgabe des SPUNKs. Schwerpunkt ist dieses Mal das Thema Gefängnisse und Justiz. Neu sind in dieser Ausgabe unter anderem die kontroversen Debatten, zwei Interviews (mit Cem Özdemir und Malte Spitz), eine Kultur- und eine Satireseite. Super Ausgabe also!
Rasmus Andresen und ich haben außerdem unsere Korrespondenz in Form von E-Mails begonnen. Wir werden nun zum jeweiligen Titelthema der Ausgabe über die Situation in Skandinavien (Rasmus) und Südafrika (ich) berichten. Den ersten Artikel gibt es hier zu lesen.
Veröffentlicht in Politik | Kommentar schreiben »
Im tristen Politikalltag gehen Ideale viel zu oft viel zu schnell unter. Eine meiner derzeit liebsten Band, die Früchte des Zorns, können mit ihren Songs sehr gut an sie erinnern. Ihre Songs stellen sie auf ihrer Homepage unter Creative Commons Lizenz zur Verfügung und werben explizit für (patent)freie Software und Formate. Wenn das nicht gelebte Politik ist! Nach dem Hören, Gefallen und für Gutbefinden kann man sich die CDs aber auch bestellen und sich somit für den Fortbestand einer sehr tollen Gruppe einsetzen.
Veröffentlicht in Leben | Kommentar schreiben »
Als ich das Klimacamp pressemäßig für mich Revue passieren ließ entdeckte ich folgenden Hintergrund-Artikel der Bild, die sich aufgrund des zu geringen Informationsgehaltes nicht Zeitung nennen darf.
Das „Chaos-Camp“ baut auf! Ich, die BILD-Reporterin, habe mich dort umgesehen.
Schon am Eingang wird es mulmig. Eine Art „Sicherheitsdienst“ folgt uns auf Schritt und Tritt, kaum einer möchte mit uns sprechen.
Die Veranstalter behaupten ja, alle Hamburger seien hier willkommen. Ein freundlicher Empfang sieht aber anders aus…
Wir laufen über ein Feld. Dort schlagen die Aktivisten einen Pfahl in die Erde. Ein riesiges Zelt wird errichtet, der Treffpunkt zum Chaoten-Klönschnack.
Die Bewohner haben Toiletten ausgehoben, zimmern Duschen mit Holzwänden.
Hier sollen bald 2500 Menschen ihre Zelte aufschlagen, für zehn Tage ist dieser Platz ihr Zuhause.
Aha. Ich dachte zunächste, ich müsse, wie bei bei der Onlineausgabe der Zeit auf Seite 2 blättern um mehr zu erfahren. Aber da war nichts. Bloß schade, wenn man mehr von fundierten, qualitativ hochwertigen Bild-Journalismus erwartet. Wer mehr über den alles in allem und vor allen Dingen von Seiten der DemonstrantInnen friedlichen und zudem erfolgreichen Verlauf des Camps erfahren möchte, sollte sich den Pressespiegel von klimacamp08.net ansehen. Dort werden auch vielleicht weniger geliebte Artikel wie z.B. vom Axel-Springer-Verlag erwähnt. Zudem gibt es auf youtube.de eine Reihe von Nachrichtenschnipseln über das Camp, welche von RTL bis graswurzel.tv reichen. ich würde mich nicht auf die Bild-Hintergrundartikel verlassen.
Veröffentlicht in Politik, Protest | Kommentar schreiben »
Heute durfte ich zum ersten Mal die globalisierungskritische Stadtführung der BUNDjugend Berlin miterleben. Live dabei war Tobi Schlegel plus Kamerateam vom Öffentlich-Rechtlichen sowie vom Goethe-Institut.
Gelernt haben wir allerhand über die Produktion von Kleidung, Turnschuhen und Fleisch. So reist beispielsweise eine Durchschnitts-H&M-Jeans während ihrer Produktion circa 40 000 Kilometer und eine Fabrikarbeiterin verdient 0,4 % an einem Paar Markensportschuhe.
Sehr witzig fand ich, dass Tobi Schlegel sich äußerst konsumkritisch gab und in verschiedenen Nebensätzen erwähnte, dass er Vegetarier ist und schon mal mit Thilo Bode zusammen vor MC Donalds gegen Gentechnik demonstriert hat. Gut zu wissen. Seine konsumbewusste Haltung kann er ja dann in Zukunft auch Vodafone und Sportbild erklären.
Veröffentlicht in Politik | Kommentar schreiben »
Das letzte Wochenende verbrachte ich als Praktikantin der BUNDjugend auf dem berlin08, dem Festival für junge Politik und Kultur. Einer meiner Praktikumsschwerpunkte lag bei der Vorbereitung und Repräsentation der BUNDjugend Berlin auf dem Festival. Wider meines Erwartens hat seitens unserer Organisation alles gut geklappt und ich konnte eine super Zeit mit vielen Workshops in unserer Umweltlounge genießen. Für alle die sich dafür interessieren, in die BUNDjugend zu schnuppern gibt es am 24. und 26. Juni jeweils um 18:00 Uhr einen Schnupperabend in der Erich-Weinert-Straße 82 im Prenzelberg.
Leider sah die Organisation von seiten der Veranstalter weniger positiv aus. Vattenfall war Hauptsponsorer des Festivalgeländes, es gab kaum vegetarische geschweige denn vegane oder ökologisch angebaute und fair gehandelte Nahrung und über die Herkunft der du-machst-Shirts möchte man sich lieber auch keine Gedanken machen.
Außerdem schrieb die Festivalzeitung einen netten Artikel über mich und meinen Aktivismus im Umweltbereich. Ich fühle mich geschmeichelt, dass mir so coole Aktionen wie die nächtliche Bepflanzung von Verkehrsinseln angerechnet werden, jedoch habe ich so etwas mit keinem einzigen Wort in dem Interview erwähnt. Zudem war die Umweltlounge nicht von der Grünen Jugend sondern von der BUNDjugend gestellt. Für mich persönlich als SPUNKIE sehr traurig den Nachwuchsjournalismus so auf dem Festival zu erleben.
Veröffentlicht in Politik | Kommentar schreiben »
Campact veranstaltet morgen in Berlin von 08:30 bis 10:00 Uhr eine lohnenswerte Aktion gegen den Bau weiterer Kohlekraftwerke in Deutschland. Noch schnell unterzeichnen und sich morgen früh vor dem KanzerInamt sehen lassen.
Vor dem Kanzleramt wollen wir eine große Sackgasse aus Kohlesäcken bauen. Dahinter entrollen wir den Schriftzug „Zukunft statt Kohle!“ – gebildet aus den Namen der Unterzeichner/innen des Appells. Möglichst viele Menschen sollen mit Sackgassenschildern die Bundesregierung vor der klimapolitischen Sackgasse Kohlekraft warnen. Treffpunkt ist die Nordostecke des Kanzleramts an der Otto-von-Bismarck-Allee.
Veröffentlicht in Protest | Kommentar schreiben »
Man verteile sechs Paare verschieden klingender, kleiner Gegenstände in zwölf Foto-Entwicklungs-Dosen (ja, sowas gibt es noch) und man bekommt strahlende Kinderaugen. Oder nach fünf Minuten sinnlosem Schütteln der Dosen die Frage ob es hier auch eine Belohnung gibt.
Ich bin auf dem Umweltfestival mit drei einhalb Stunden BUNDjugend – Standbetreuung sehr gut weggekommen. Gewisse Vereine wie die Grüne Liga ließen ihre FÖJlerInnen bis zum Sonnenstich hinaus arbeiten.
Veröffentlicht in Leben | Kommentar schreiben »
Nun schien das Projekt bloggen für fast einen Monat gescheiert. Ich habe Präventionen getroffen damit sich meine größte Angst, nach den schriftlichen Prüfungen nichts zu tun zu haben nicht erfüllt. In der Zwischenzeit war ich für zwei Wochen Praktikantin in einem Caritaswohnheim für Menschen mit Behinderungen, bin zur SPUNK-Redakteurin auf dem Bundeskongress der Grünen Jugend wiedergewählt worden und habe am Mittwoch mein Praktikum in der BUNDjugend Berlin begonnen. Glücklicherweise habe ich mich also seit dem 28. April keinen einzigen Tag gelangweilt.
Im Gegenteil bin ich gerade noch auf Zimmersuche in Berlin und mit meinem Praktikum, der Vorbereitung auf die mündliche Prüfung und der Koordination der diesmaligen SPUNK-Ausgabe sehr eingespannt. Ich werde jedoch versuchen in nächster Zeit wieder häufiger zu bloggen!
Noch ein toller Veranstaltungstipp: Am Sonntag findet vor dem Brandenburger Tor das Umweltfest der Grünen Liga statt. Die Grüne Jugend Berlin beteiligt sich dazu an der Sternenfahrt des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs Berlin (ADFC), Start ihrer Tour ist der U-Bahnhof Rudow. Ich selbst werde ab 15:30 beim BUNDjugend-Stand (Nähe der Bühne 2) vertreten sein.
Veröffentlicht in Leben | Kommentar schreiben »
Seit nun fast zwei Wochen steht im wendländischen Laase eine Dauermahnwache gegen den dortigen Genmaisanbau zweier Felder. Letzte Nacht und heute früh hielt ich dort mit sechs anderen Leuten Wache um den Protest zu unterstützen. Zudem besetzen seit heute früh um vier zwei Leute auf einem circa sechs Meter hohen Turm den Acker um Bauer Riebau vom Drillen abzuhalten. Eine Pressemitteilung hierzu findet man auf der Webseite des „Bündnis Gentechnikfreies Wendland“.
Abgesehen davon, dass es per se keine „schlechten Menschen“ gibt, berichteten mir Protestler dass es durchaus möglich sei mit Bauer Riebau normal zu reden. Auch hört er sich die Argumente, die gegen eine Aussaat von Mon810 sprechen, an. Nur leider haben solche Gespräche ihn bisher noch nicht vom Drillen abgehalten. Bauer Riebau wird von AnwohnerInnen als stur eingeschätzt, es wird ihn wohl nicht zuletzt darum gehen einen Gesichtsverlust zu vermeiden. Dabei wäre es auch gerade für sein Ansehen von größeren Vorteil von Mon810 abzulassen.
Es wäre schön, wenn sich Leute mit ein wenig freier Zeit die Protestaktionen vor Ort in Laase unterstützen könnten. Außerdem hat heute im ganzen Wendland die kulturelle Landpartie begonnen, man kann also gleich zwei tolle Ereignisse miteinander verbinden – Wendland ist Urlaub für den Kopf.
Veröffentlicht in Protest | Kommentar schreiben »